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Projekt Aperta: Der LEI macht grenzüberschreitendes Open Finance einfach

Von kristian   |   Veröffentlicht July 13, 2026

Lesezeit 1 Minuten

Was ist Projekt Aperta verbindet Open-Finance-Netzwerke über den LEIProjekt Aperta?

Projekt Aperta ist eine von der BIS (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, das Kooperationsgremium der Zentralbanken) geleitete Initiative. Kurz gesagt testete sie die Interoperabilität von grenzüberschreitendem Open Finance. Das Projekt wurde vom BIS Innovation Hub Hong Kong Centre durchgeführt. Während des Projekts verband der Prototyp die Open-Finance-Netzwerke von fünf Märkten: dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Brasilien, Hongkong und Indien. Daher bezeichnet die BIS es als ein Netzwerk von Netzwerken. Das Projekt brachte mehrere Zentralbanken zusammen. Dazu gehörten die Hong Kong Monetary Authority, die Zentralbank von Brasilien und die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate. Außerdem nahm die britische Finanzaufsicht FCA teil. GLEIF (Global Legal Entity Identifier Foundation, die Organisation, die das globale LEI-System beaufsichtigt) schloss sich ebenfalls an, zusammen mit der International Chamber of Commerce Digital Standards Initiative sowie mehreren Geschäftsbanken und Fintechs. Ein wichtiger Punkt: Aperta ist ein abgeschlossener und getesteter Prototyp, noch kein Live-Service. Dennoch zeigt er klar, wohin sich grenzüberschreitende Finanzgeschäfte entwickeln.

Warum grenzüberschreitende Finanzgeschäfte eine gemeinsame Identität brauchen

Heute betreibt jedes Land sein Open-Finance-Netzwerk nach eigenen technischen Standards, Datenformaten und Vertrauensrahmen. Deshalb muss ein Unternehmen in jedem neuen Markt erneut nachweisen, wer es ist. In der Praxis bedeutet das wiederholte manuelle Prüfungen und ein langsames Onboarding. Zudem werden dieselben Dokumente immer wieder eingereicht. Kleine und mittlere Unternehmen spüren das am stärksten. Schließlich sind sie diejenigen, die ausländische Geschäftskonten, Kredite und Handelsfinanzierung benötigen. Doch sie verfügen selten über die Ressourcen eines Großkonzerns, um den Papierkram zu bewältigen.

Wie der LEI den Prozess vereinfacht

Der LEI (Legal Entity Identifier, ein globaler Identifikationscode für juristische Personen) gibt jedem Unternehmen eine weltweit anerkannte Identität. Wenn sich ein Unternehmen also mit einem LEI identifiziert, kann es präzise, sofort und automatisch identifiziert werden. Das funktioniert sowohl in einer grenzüberschreitenden Zahlungsnachricht als auch bei der Eröffnung eines Geschäftskontos. Außerdem ist jeder gültige Code öffentlich über die LEI-Suche verifizierbar. Projekt Aperta zeigte, wie der LEI KYB- (Know Your Business, Verifizierung von Geschäftskunden) und AML-Prüfungen (Anti-Money Laundering, die Verhinderung von Geldwäsche) optimiert. Dieselbe Logik gilt auch für KYC-Prozesse (Know Your Customer, Kundenidentifizierung). Mit anderen Worten: Ein verifizierbarer Datenpunkt ersetzt einen Stapel wiederholter Dokumenteneinreichungen. GLEIF-CEO Alexandre Kech brachte dazu einen klaren Punkt auf den Tisch. Jedes System, das Daten zu juristischen Personen grenzüberschreitend überträgt, braucht eine weltweit standardisierte Möglichkeit, die Organisationsidentität zu verifizieren. Genau dafür dient das Global LEI System.

Was das für Unternehmen bedeutet

Projekt Aperta reagiert direkt auf Problempunkte, die die G20 in ihrer Roadmap zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen hervorgehoben hat. Dazu zählen vor allem hohe Compliance-Kosten und ein eingeschränkter Zugang zu Finanzdienstleistungen im Ausland. Das Projekt setzt zudem einen breiteren Trend fort. So kam Unterstützung dafür, den LEI in grenzüberschreitende Zahlungsnachrichten aufzunehmen, von der FATF (Financial Action Task Force, das internationale Gremium zur Bekämpfung von Geldwäsche) und dem BIS Committee on Payments and Market Infrastructures. Die Wolfsberg Group und die Swift Payment Market Practice Group haben dieselbe Richtung unterstützt, und weitere Branchenführer schließen sich ihnen weiterhin an. Darüber hinaus sieht GLEIF Potenzial für denselben Ansatz in Ökosystemen für digitale Vermögenswerte. Der Austausch verifizierter Daten zu juristischen Personen zwischen Finanzinstituten, Plattformen und Aufsichtsbehörden würde auch tokenisierte Finanzgeschäfte transparenter machen. Vorerst ist dies eine Möglichkeit, keine funktionierende Lösung. Für ein Unternehmen ist die Quintessenz einfach: Der LEI wird zu einem Standardwerkzeug für grenzüberschreitende Geschäfte. Je früher ein Unternehmen seinen LEI erhält, desto besser ist es auf den Moment vorbereitet, in dem Open-Finance-Netzwerke wirklich miteinander verbunden sind.

So erhalten Sie einen LEI

LEI System ist ein LEI-Registrierungsagent, und die Beantragung eines LEI über uns dauert nur wenige Minuten. Danach wird der Code nahezu sofort ausgestellt. Registrieren Sie Ihren LEI hier und geben Sie Ihrem Unternehmen eine weltweit anerkannte Identität. Das vereinfacht Zahlungen, Kontoeröffnungen, Compliance-Prüfungen und mehr. Abschließend finden Sie eine Kostenübersicht auf unserer LEI-Preisseite.